Call for Abstracts: Themenheft Polizeigesetze

Call for Abstracts: Reform der Polizeigesetze

Die aktuell in (fast) allen deutschen Bundesländern eingeleitete oder bereits realisierte Umgestaltung der Polizeigesetze ist Gegenstand zahlreicher politischer und zivilgesellschaftlicher Debatten. Dabei sind Reformen von Polizeigesetzen an sich nichts Ungewöhnliches und erfolgten in den vergangenen Jahrzehnten mit einiger Regelmäßigkeit. So bündeln sich in den bereits verabschiedeten und noch geplanten Gesetzen zentrale Entwicklungslinien der Innen- und Sicherheitspolitik, die bereits vor einigen Jahrzehnten begonnen haben. Die jetzigen Neuerungen scheinen jedoch insofern ein Novum darzustellen, als dass sie in Quantität der (geplanten) Gesetzesveränderungen sowie in deren Regelungsanspruch weit über das bisher bekannte Maß hinausgehen.

Im Rahmen eines Themenheftes des Kriminologischen Journals sollen die derzeitigen Reformbestrebungen aus verschiedenen Blickwinkeln betrachtet werden. Daher wird angestrebt, Beiträge zu veröffentlichen, die sich auf übergreifende bzw. verbindende Entwicklungslinien in den Gesetzesvorhaben beziehen oder diese als Ausgangspunkt ihrer Betrachtung wählen. Angedacht ist, dass den Heftbeiträgen ein Editorial vorangestellt wird, das eine kurze rechtliche, historische und politische Einordnung der derzeitigen Reformprozesse vorwegnimmt, so dass die eingereichten Beiträge, direkt in das jeweilige Thema einsteigen können.
 

 

Beiträge zu diesem Themenheft könnten z.B. folgende Fragen bzw. Dimensionen behandeln:

  •  Zwischen Theorie und Praxis: Welche Implikationen ergeben sich in der Praxis aus den verschiedenen Änderungen (z.B. Präventivgewahrsam, gefährliche Orte, Fußfesseln, Online-Durchsuchung, Quellen-TKÜ)? Inwiefern fügen sich diese in bestehende Regelungskonzepte ein bzw. brechen mit diesen? Welche Konsequenzen könnten sich daraus auf rechtstatsächlicher Ebene bzw. in der Polizeipraxis ergeben?

 

  • Betroffene Gruppen und Anwendungsfelder: Welche gesellschaftlichen Gruppen oder Individuen sind von den Veränderungen am stärksten betroffen, wo besteht die Gefahr von Diskriminierungen? Wie wirken sich die Veränderungen der Polizeigesetze auf gesellschaftlich relevante Themen oder umkämpfte Felder aus (Demonstrationen, Proteste, Besuch von Fußballspielen)? Welche Auswirkungen auf die demokratische Gesellschaftsordnung sind zu erwarten?

 

  • Verschiebungen: Wie lassen sich die Änderungen (oder einzelne Aspekte davon) in breitere gesellschaftliche und politische Entwicklungslinien einordnen? Wo und in welche Richtung entstehen womöglich aber auch neue Trends in der Sicherheitspolitik, in der Praxis des Polizierens oder im staatlichen Umgang mit seinen Bürgern?

 

  • Diskurs: Welche Notwendigkeiten werden in der parlamentarischen und gesellschaftlichen Debatte für die Änderungen der Polizeigesetze angeführt (Datenschutz, Terrorismus, Sicherheit usw.)? (Wie) Werden Freiheitseinschränkungen legitimiert? Welche Ideologien und Konzepte von z.B. Sicherheit, Kriminalität, Vorbeugung und Gefahr werden darin transportiert?

Autor*innen-Hinweise

Zunächst wird um die Einreichung von Abstracts gebitten, in denen auf max. einer Seite das Vorhaben skizziert wird. Auf dieser Grundlage wird über die Annahme der Beiträge für das Heft entschieden.

Eingereichte Beiträge werden anschließend im Rahmen eines peer-review-Verfahrens begutachtet. Positiv begutachtete Beiträge, die aus platztechnischen Gründen keinen Raum mehr im Themenheft finden, können in den nachfolgenden Ausgaben des Kriminologischen Journals veröffentlicht werden.

Zeitplan

Einreichen der Abstracts bis:     07. September 2019

Deadline für Manuskripte:         22. Oktober 2019

Rückmeldung peer-review:        31. Dezember 2019

Deadline für Überarbeitungen:20. Januar 2020

Veröffentlichung:                          Mai 2020

 

Der gesamte Call ist hier als PDF-Datei verfügbar.

Aktuelles

Call for Abstracts: Themenheft Polizeigesetze

Call for Abstracts: Reform der Polizeigesetze

Die aktuell in (fast) allen deutschen Bundesländern eingeleitete oder bereits realisierte Umgestaltung der Polizeigesetze ist Gegenstand zahlreicher politischer und zivilgesellschaftlicher Debatten. Dabei sind Reformen von Polizeigesetzen an sich nichts Ungewöhnliches und erfolgten in den vergangenen Jahrzehnten mit einiger Regelmäßigkeit. So bündeln sich in den bereits verabschiedeten und noch geplanten Gesetzen zentrale Entwicklungslinien der Innen- und Sicherheitspolitik, die bereits vor einigen Jahrzehnten begonnen haben. Die jetzigen Neuerungen scheinen jedoch insofern ein Novum darzustellen, als dass sie in Quantität der (geplanten) Gesetzesveränderungen sowie in deren Regelungsanspruch weit über das bisher bekannte Maß hinausgehen.

Im Rahmen eines Themenheftes des Kriminologischen Journals sollen die derzeitigen Reformbestrebungen aus verschiedenen Blickwinkeln betrachtet werden. Daher wird angestrebt, Beiträge zu veröffentlichen, die sich auf übergreifende bzw. verbindende Entwicklungslinien in den Gesetzesvorhaben beziehen oder diese als Ausgangspunkt ihrer Betrachtung wählen. Angedacht ist, dass den Heftbeiträgen ein Editorial vorangestellt wird, das eine kurze rechtliche, historische und politische Einordnung der derzeitigen Reformprozesse vorwegnimmt, so dass die eingereichten Beiträge, direkt in das jeweilige Thema einsteigen können.
 

 

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Die Redaktion des Kriminologischen Journals im Jahr 2019 besteht aus Tobias Singelnstein, Dörte Negnal, Jens Puschke, Meropi Tzanetakis und Simon Egbert. Simon Egbert und Tobias Singelnstein teilen sich die Geschäftsführung der Redaktion, wobei Simon Egbert für Buchbesprechungen und Rezensionen zuständig ist. Entsprechende Beiträge und/oder Anfragen sind daher an Herrn Egbert zu senden. Für weitere Informationen und Kontaktdaten siehe den Menupunkt "Beiträge einreichen".

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Mauer(n)! 1. Konferenz des Netzwerks Kriminologie Berlin

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